Am Wochenende fand das zweite FrauenKrimiFestival der Mörderischen Schwestern statt, diesmal in Düsseldorf.
Mit über sechzig Frauen belagerten wir die Jugendherberge, was an sich schonmal ein schöner Spaß war. Der wurde noch dadurch vergrößert, dass endlich viele der mir vertrauten Namen ein Gesicht bekommen haben.
Wir sind ein weit verzweigtes Netzwerk, das zu einem großen Teil durch virtuellen Austausch funktioniert. Leider lebe ich in Siegen auf einer Autoreninsel mit weniger als einer handvoll Überlebenden, so dass mir vor Ort der Austausch fehlt. Virtuelle Netzwerke sind also in meinem Fall überlebenswichtig.
Freitag
Der Freitag begann mit einem Mittagessen, anschließend fanden Workshops statt. Dabei lernte ich einiges über die Polizeiarbeit und merkte dabei auch, dass ich meine Polizeirecherche noch deutlich erweitern muss. Die Erzählung kann dabei nur gewinnen.
Am Abend fand eine Ladies Crime Night im Polizeipräsidium Düsseldorf statt, begleitet wurde die Veranstaltung vom Jazz-Ensemble des Landespolizeiorchestern. Gelesen haben:
Stefanie Baumm, Anni Bürkl, Ina Coelen, Sandra Dünschede, Ulla Lessmann, Judith Merchant, Jutta Motz, Sabina Naber, Gabi Neumayer, Gisa Pauly und Ulrike Rudolph.
Samstag
Da wir anschließend noch in der Düsseldorfer Altstadt waren, geriet die Nacht etwas kurz. Das führte dazu, dass die Vollversammlung am Samstag Vormittag ziemlich anstrengend war.
Nachmittags gab es eine Führung durch die Altstadt, am Abend fand die zweite Ladies Crime Night im Stadtmuseum statt. An diesem Abend lasen
Sabina Altermatt, Ella Danz, Sabine Deitmer, Brigitte Glaser, Sabine Klewe, Gisa Klönne, Ingrid Schmitz, Martina K. Schneiders, Susanne Schubarsky, Christine Sylvester, Sybil Volks und Jutta Wilbertz.
Die musikalische Auflockerung kam von Sandra Lüpkes, ebenfalls Krimiautorin, mit ihrer Band "Fremdenzimmer".
Höhepunkt des Abends war die Verleihung der "Goldenen Auguste". Die Auszeichnung geht an Else Laudan vom Argument-Verlag, die sich schon seit 20 Jahren für Krimis von Frauen einsetzt.
Den Abend ließ ich mit ein paar anderen Frauen und einem schönen kühlen Altbier ausklingen. Ohropax sorgten diesmal für eine ungestörte Nachtruhe.
Das vergangene Wochenende war fürchterlich anstrengend (oder ich bin plötzlich gealtert, was auch möglich ist), aber auch herrlich bereichernd. Neue, nette Bekanntschaften, die Verfestigung des Netzwerks und letztlich auch die Verortung meiner eigenen Arbeit werden sicherlich in Zukunft noch eine größere Rolle spielen.
Allerdings habe ich den ganzen Montag gebraucht, um mich körperlich zu erholen. Heute bin ich wieder fit, und wenn alles gut läuft, werde ich nachher mein Manuskript beenden.
Mörderische Grüße,
Frau Melle
PS: Wegen der Fülle an Namen habe ich mir die Verlinkung gespart. Wäre ein bisschen viel geworden!
